Wofür steht Qualitätsmanagement bei tropextrakt, liebe Frau Kehrer?

Unser eigener Anspruch an hohe Qualität geht über gesetzliche Auflagen und Kundenerwartungen hinaus. Darüber haben wir mit der Leiterin unseres Qualitätsmanagements, Karoline Kehrer, gesprochen:

 

Liebe Frau Kehrer, welche Zutaten stecken in der Qualität ihrer Produkte?

Wir definieren Qualität durch vier Dimensionen: das klassische Qualitätsmanagement, das prozess- und systemübergreifend implementiert wurde, die Lebensmittelsicherheit als unabdingbare Größe sowie drittens Transparenz und effiziente Logistik und viertens Natürlichkeit unserer Produkte inklusive der Trends in diesem Bereich.

Viele Menschen assoziieren mit Qualitätsmanagement trockene Materie.

Ja, das sehe ich aber anders – Qualität – ist es doch das, was tatsächlich zählt und wovon jeder von uns profitiert! Die Grundlage für alles: für ein sicheres Lebensmittel, für zufriedene Kunden, für zuverlässige Lieferanten, für innovative Produkte, für die effizientesten Distributionswege, die eigene Bestätigung, für langfristige Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Erst das Managen der damit verbundenen Prozesse führt zum gewünschten Erfolg. Das ist manchmal gar nicht so einfach, dafür aber umso spannender. Das bleibt eine täglich neue und interessante Arbeit!

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Generell stellt das Qualitätsmanagement eine Schnittstelle zwischen allen Abteilungen (Einkauf, Entwicklung, Logistik und Vertrieb) sowie der Geschäftsführung und unseren Kunden und Lieferanten dar. Es koordiniert und steuert die Dokumentation, Auditierung und Optimierung aller Geschäftsprozesse.

Ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit besteht in der Dokumentation, der Überprüfung und Freigabe von Lieferanten und Produkten und der Bearbeitung von Kundendokumenten, die sie dort intern für ihr eigenes Qualitätsmanagement benötigen. Dieser Dokumentationsprozess beginnt mit der Frage, ob ein Produkt überhaupt in die europäische Gemeinschaft eingeführt werden darf. Gesetze, Rechtsvorschriften und Qualitätsstandards bezüglich des Anbaus und der Herstellung und des Vertriebs von Lebensmitteln in
Drittländern unterscheiden sich oft erheblich von den entsprechenden Maßstäben in der EU, dies muss überprüft, koordiniert und festgehalten werden. Zudem werden in akkreditierten Labors unsere Produkte regelmäßig auf Pestizide und Kontaminationen untersucht. Zusätzlich müssen Fragebögen von unseren Kunden und uns, die von unseren Lieferanten ausgefüllt werden, ausgewertet und protokolliert werden.

Das klingt jetzt aber doch nach viel Papier…

Ja, das stimmt. Die Anforderungen, die gerade große Unternehmen heute erfüllen müssen, sind sehr umfangreich und die Komplexität nimmt eher noch zu. Das heißt, dass Innovation theoretisch immer auch ein Risiko darstellen könnte, so wie das immer ist, wenn man neue Wege beschreitet. Einen Produzenten z. B. auf den Philippinen zu kontrollieren, ist eben doch nochmal etwas anderes, als wenn er im Hessischen Bergland ansässig ist.

Und das bedeutet?

Dass es unsere tägliche Arbeit ist, einerseits sicherzustellen, dass die Rohstoffe und alle damit verbundenen Prozesse dem Qualitätsmanagement genügen und dies zum Zweiten nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden zu dokumentieren.

Sie sprachen von Trends. Können Sie uns einen Trend im Bereich „Natürlichkeit“ nennen?

Mit dem Trend zu „Natürlichkeit“ steigt auch die Nachfrage nach Clean Label-Produkten, also nach Lebensmitteln, die weitgehend oder vollständig auf Zusatzstoffe verzichten. Der Verbraucher assoziiert „Natürlichkeit“ oftmals mit Produkten die frei von Gentechnik sind und nur Zutaten enthalten, die möglichst naturbelassen oder nur wenig verarbeitet sind.

Clean Label ist ja momentan schon in aller Munde und entsprechend bemüht sind Unternehmen, nur natürliche Zutaten zu verwenden und dies auch zu bewerben. Dabei entsteht zum Teil ein großes Sammelsurium an Begrifflichkeiten rund um die Natürlichkeit. Wir sehen da Definitionsbedarf und eine Entwicklung vom „Clean“ zum „Clear Label“. Das bedeutet, dass nicht nur Natürlichkeit beworben wird, sondern klar nachvollziehbar wird, was damit gemeint ist. Zu Themen wie diesen beraten wir auch unsere Kunden und zeigen Lösungen aus aller Welt.

Welche weiteren Trends gibt es?

Tendenziell legen Verbraucher mehr Wert auf eine sichere, qualitativ hochwertigere und gesunde Ernährung.

Und es findet eine weitergehende Differenzierung mit Blick auf Ernährungsweisen statt: Die deutsche Lebensmittelindustrie muss und möchte sich auf diese veränderte oder vervielfältigte Esskultur einstellen. Es gibt mehr Menschen unterschiedlicher Herkunft mit eigenen Traditionen und Trends, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Zu dieser Entwicklung gehört die steigende Wichtigkeit von Zertifikaten und Produktsiegeln wie halal, koscher, bio, vegan und viele Produktneuentwicklungen.

Welches weitere Thema ist in Ihrer täglichen Arbeit wichtig?

Besondere Bedeutung kommt der Auditierung unserer Produzenten zu. Dafür sitzen wir dann auch nicht mehr am Schreibtisch, sondern sind vor Ort. Unser Unternehmen legt großen Wert auf den persönlichen Kontakt und die tatsächliche Inaugenscheinnahme. Manche Dinge können Sie nur sehen, wenn Sie direkt vor Ort sind.

Und wenn es Probleme gibt?

Wir lösen gerne Probleme und sind stets bemüht, eine kontinuierliche Verbesserung anzustoßen, denn wir begreifen den Stillstand als Rückschritt. Wir sehen uns selbst mehr als Wegbereiter und versuchen durch präventive Maßnahmen Probleme zu verhindern, bevor sie überhaupt auftreten können. Wenn Sie etwas wirklich Neues, Spannendes, anbieten möchten, müssen Sie um dieses Angebot herum qualitätssichere Lösungen entwickeln. Dafür sind wir da.

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